15.06.2021
Informationen zur Arbeit in den Posaunenchören

Proben, Auftritte und Konzerte sind ab sofort (fast) überall wieder möglich! Allerdings gelten vielerorts unterschiedliche Detailregelungen. Zudem ist es wichtig, zu schauen, wie sich ähnliche nicht-kirchliche Gruppen verhalten, um keine unnötigen Konflikte zu provozieren. Und nach wie vor gilt für uns als Christen die Erinnerung an die Worte des Apostel Paulus, der uns auffordert bei allem, was wir tun, zu schauen, was der Liebe dient und Rücksicht auf die zu nehmen, die vielleicht (noch) nicht jeden Weg mitgehen können. Sie waren und sind Teil unserer Gemeinschaft in den Chören und das sollte auch in unserem Handeln deutlich werden.


Rundverfügung des Landeskirchenamtes Nr. 4-2021 vom 8. Juni 2021


Da die aktuelle Rundverfügung des Landeskirchenamtes unter den gegebenen Bedingungen sehr lang ist und zahlreiche Bereiche der kirchlichen Arbeit behandelt, haben wir für Euch die wichtigen Passagen für die Kirchenmusik und speziell die Arbeit von Posaunenchören nach Bundesländern geordnet zusammengefasst und durch die konkreten Regelungen aus den jeweiligen Landesverordnungen ergänzt.


ALLGEMEINES

Proben, Auftritte und Konzerte von Chören und Posaunenchören sind gemäß den entsprechenden Landesregelungen gestattet. Intensiv wird weiter über die Verbreitung der Infektion per Schwebeteilchen/Aerosole diskutiert. Einschränkungen ergeben sich daraus besonders für das Singen und die Chorarbeit. Die Vorgaben der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) zu vergrößerten Mindestabständen sind unbedingt zu beachten. Abstände von mindestens 2 Metern zwischen den Aktiven und von mindestens 3 Metern zu den Zuhörern werden in aller Regel aber als ausreichend angesehen.
Für Proben wird folgendes Vorgehen empfohlen: Das Infektionsschutzkonzept wird zu Grunde gelegt, auf die Räume angewendet und um die landes- und berufsspezifischen Maßgaben (Verwaltungsberufsgenossenschaft, Landesverbände der Musikschulen) ergänzt. In den Sommermonaten können Proben im Freien das Infektionsrisiko weiter reduzieren.
Für Auftritte und Konzerte sind die Vorgaben der verschiedenen Landesregelungen zu Besucherzahlen, Kontaktnachverfolgung und notwendigen Testungen zu beachten. Ein auf den Ort und die Landesregelungen angepasstes Infektionsschutzkonzept ist zu erstellen.


REGELUNGEN FÜR BRANDENBURG

  • Chor-, Flötenkreis- und Posaunenchorproben dürfen gemäß § 23 nur unter freiem Himmel mit bis zu 70 Personen unter Einhaltung eines Mindestabstandes von 2 Metern stattfinden.
  • In geschlossenen Räumen dürfen keine Proben mit Gesang oder Blasinstrumenten stattfinden.
  • Konzerte sind bei Unterschreiten des Inzidenzwertes von 100 nach § 22 Abs. 2 möglich.
  • Unter freiem Himmel sind bis zu 500 Besuchern in geschlossenen Räumen bis zu 200 Besucher möglich. Die Voraussetzungen der Regelung (individuelles Hygienekonzept, Testungen) sind einzuhalten.
  • Für spezielle Nachfragen wendet Euch bitte an LPW Frank Plewka: frank.plewka@ekmd.de

Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen


REGELUNGEN FÜR SACHSEN

  • Kirchenmusikalischer Einzelunterricht ist nach den in § 28 Abs. 2 genannten näheren Maßgaben bei einer Inzidenz unter 165 möglich.
  • Chor- und Orchesterproben sind nach § 28 Abs. 3 unter den vergleichbaren Vorgaben aus § 28 Abs. 2 möglich bei einer Inzidenz unter 100.
  • Unterschreitet die Inzidenz an 14 aufeinanderfolgenden Tagen den Wert 35 entfällt die Testpflicht.
  • Der Auftritt kleiner musikalischer Besetzungen in Gottesdiensten ist nicht verboten.
  • In allen Fällen ist ein angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig.
  • Konzerte sind gemäß § 18 Abs. 1 bei einer Inzidenz unter 100 unter den dort genannten Voraussetzungen möglich, vergleichbar zu Veranstaltungen in Theatern usw.
  • Unterschreitet die Inzidenz an 14 aufeinanderfolgenden Tagen den Wert 35 entfällt die Testpflicht, sofern der Mindestabstand eingehalten wird.
  • Für spezielle Nachfragen wendet Euch bitte an den Vorsitzenden unserer Vertreterversammlung Pfr. Dr. Axel Meißner: axel.meissner@online.de

Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen


REGELUNGEN FÜR SACHSEN-ANHALT

  • Instrumentalgruppen (auch Blasinstrumente) dürfen unter Einhaltung eines Mindestabstands von mindestens 1,5 Metern (die VBG empfiehlt 2 Meter) bei einer Inzidenz unter 100 mit bis zu 10 Personen zuzüglich des Chorleiters proben (§ 4 Abs. 4 Nr. 8. Buchst. i). Vollständig geimpfte und genesene Personen werden nicht mitgerechnet.
  • Proben und Konzerte von Chören sind erst ab einer Inzidenz unter 35 gestattet (vgl. Musikschulen § 4 Abs. 3 Nr. 9 und § 13 Abs. 2 Nr. 2). Es ist ein Abstand von mindestens 2 Metern (die VBG empfiehlt 3 Meter) zwischen den Singenden einzuhalten. Einzelunterricht ist nach § 4 Abs. 4 Nr. 8. i) möglich.
  • Mit Hinweis darauf, dass für Musikschulen nachvollziehbar keine Regelungen für Proben im Freien vorgesehen sind und auf § 8 Abs. 1 Nr. 6 mit den Möglichkeiten für Sportgruppen im Freien, kann mit einem entsprechenden Hygienekonzept versucht werden, Proben der Posaunenchöre und der Chöre im Freien mit bis zu 25 Personen bei den Gesundheitsämtern zu beantragen.
  • Bei einer Inzidenz unter 35 entfallen Beschränkungen für die Zahl der Teilnehmenden, soweit sie sich nicht aus der Größe des Raumes und den einzuhaltenden Abständen ergeben. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Testung mit negativem Testergebnis und das Führen eines Anwesenheitsnachweises.
  • Chöre und Posaunenchöre können entsprechend den Regelungen für Konzerte bei einer Inzidenz unter 35 in Gottesdiensten in geschlossenen Räumen ohne Einschränkung der Teilnehmenden mitwirken, soweit genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln vorhanden ist.
  • Kleine Besetzungen und Kantorengesang in Gottesdiensten sind auch möglich, wenn die für die musikalischen Gruppen geltenden Inzidenzwerte für geschlossene Räume überschritten werden. In allen Fällen ist ein darauf angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig.
  • Für spezielle Nachfragen wendet Euch bitte an LPW Frank Plewka: frank.plewka@ekmd.de

Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen


REGELUNGEN FÜR THÜRINGEN

  • Musik- und Gesangsunterricht, Chor- und Bläserproben sind bei Überschreitung des Inzidenzwerts von 100 untersagt (vgl. § 26 Abs. 2).
  • Im Freien sind Chor- und Bläserproben bei Unterschreitung des Inzidenzwertes 100 zulässig. In geschlossenen Räumen ist Gesangs- und Blasmusikunterricht als Einzelunterricht unter der Maßgabe der Kontaktnachverfolgung und vorherigen Testung unterhalb des Wertes 100 zulässig.
  • Unterhalb des Wertes 50 darf der Teilnehmerkreis auf fünf Personen vergrößert werden.
  • Unterhalb der Inzidenz 35 gelten keine absoluten Teilnehmerbegrenzungen und Testpflichten mehr, eine Anwesenheitsliste ist aber weiterhin Pflicht.
  • Chor- und Orchesterproben in geschlossenen Räumen (§ 26 Abs. 6) sind bei Unterschreitung des Wertes von 35 möglich, wenn eine Anwesenheitsliste geführt wird und die Teilnehmer zuvor auf das Coronavirus getestet wurden.
  • Weitergehende Verbote und Voraussetzungen können von den örtlichen Behörden erlassen werden. Diese sind vor Ort zu klären.
  • Für spezielle Nachfragen wendet Euch bitte an LPW Matthias Schmeiß: matthias.schmeiss@ekmd.de

Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen