Palästina

 Besuchte Orte auf Google Maps markiert











1./2. Tag - 26/27.03.2018 - Anreise und erste Ausflüge  

Zuallererst führte uns der Weg zum Flughafen. Zum Teil geschah dies individuell und zum Teil als Gruppe mit gecharterten Bussen. Wir hatten einen Flug um 20 Uhr von Berlin Tegel über Istanbul- Atatürk nach Tel Aviv-Ben Gurion gebucht, wo wir 3:30 Uhr ankamen. Die Einreise verlief entgegen unseren Erwartungen reibungslos. In der Empfangshalle nahm uns Helena wärmstens in Empfang. Leider war unser Busfahrer noch nicht vor Ort als wir ankamen. Andere Länder, andere Gewohnheiten und Gebräuche. So kam es dazu, dass wir erst zwei Stunden später den Flughafen in Richtung Talitha Kumi verließen. Nach dem Beziehen der Zimmer hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit bis zum Frühstück, wonach wir uns auf den Weg zum Kloster St. Georg im Wadi Qelt in der Wüste Juda im Westjordanland machten. Im Tal angekommen konnten wir dann das Kloster auch von innen besichtigen, wobei die Mädchen jedoch über knielange Röcke tragen mussten. Im Anschluss ging es zur Entspannung ans und ins Tote Meer, wo wir uns ein wenig treiben ließen. Zum Abschluss des Tages spielten wir nach unserer Rückkehr noch Stücke aus unserem aktuellen Repertoire, um einen musikalischen Tagesabschluss zu genießen.
Das Kloster St. Georg im Wadi Qelt in der Wüste Juda






 

 



3. Tag - 28.03.2018 - Jerusalem

Am nächsten Tag ging es auch wieder früh aus den Federn und nach dem Frühstück direkt nach Jerusalem, wo wir die Altstadt besichtigten. Insbesondere sahen wir uns das Jaffa-Tor, die Klagemauer und den Tempelberg mit al-Aqsa-Moschee an. Danach ging es zurück über den Bazar, wo wir um Souvenirs handeln konnten, in Richtung Erlöserkirche Jerusalem. Dort durften wir den Turm besteigen, von wo man eine besonders schöne Aussicht über Jerusalem hatte. Im Anschluss besichtigten wir die Grabeskirche, wonach wir die Altstadt über das Damaskus Tor verließen und uns in Richtung Yad Vashem, dem Holocaust Museum auf dem Mount Herzl wandten. Der Besuch dort war sehr erschütternd, weshalb wir alle danach ein bisschen Aufmunterung gut gebrauchen konnten, und auch erhielten, als wir am Abend in einem kleinen Restaurant in Palästina verschiedene ortstypische Gerichte probieren konnten.
Der JBM in der Innenstadt Jerusalems mit der al-Aqsa-Moschee  im Hintergrud






 

 


4. Tag - 29.03.2018 - Bethlehem, Bläser-Workshops und Proben 

Den vierten Tag verbrachten wir dann wieder in Palästina, wo wir die israelischen Sperranlagen im Westjordanland in Bethlehem besuchten. Außerdem besichtigten wir die Geburtskirche Jesu Christi. Mit großem Interesse betrachteten wir die mit einem Stern gekennzeichnete Stelle,  wo die Krippe vor mehr als 2018 Jahren gestanden hat. Außerdem besuchten wir die Nativity Church und die Milchgrotte. Hier hat einer Sage nach die heilige Familie nach Jesu Geburt Unterschlupf gefunden, bevor sie nach Ägypten floh. Des Weiteren soll jedem Paar mit Berühren der Wände der Kinderwunsch erfüllt werden. Zwischendurch erkundeten wir die Olive wood factory Bethlehem, wo wir auch auf das Dach aufsteigen durften, um die Aussicht zu bewundern.  Im Anschluss verbrachten wir den Nachmittag zunächst mit Bläserworkshops mit den jüngeren Musikern vom Projekt Brass for Peace und später mit vorbereitenden Proben auf die Gottesdienste am Ostersonntag auf dem Ölberg. In den Pausen hielten wir intensive Probeneinheiten für den JBM ab, um uns für den nächsten wichtigen Auftritt auf der Landesgartenschau in Burg vorzubereiten. Zum Tagesabschluss aßen wir dann gemeinsam zu Abend.

 Eine EinblasübungFrank Plewka, Carolin Ebeling und zwei Schüler von Brass for Peace

 

 

Der JBM bei der Probe mit der zweiten Gruppe von Brass for PeaceDer JBM bei der Probe für Ostersonntag mit Den größeren Schülern von Brass for Peace





 











5. Tag - 30.03.2018 - Tel Aviv

Besonders interessant war auch unser Besuch in Tel Aviv. Am Morgen kamen wir in der Altstadt an und spazierten entlang der Mittelmeerküste in Richtung der Bauhaus-Viertel. Wir wanderten vormittags durch die Innenstadt zum Art Museum, das aber leider geschlossen hatte, da Sabbat war. Doch davor hatten wir uns in einer kleinen Eisdiele sehr gutes Eis geholt, was etwas darüber hinweg tröstete. Im Anschluss verbrachten wir den Nachmittag in einem Einkaufszentrum, wo Zeit zum Essen, Ausruhen und für Shopping war. Später verweilten wir noch ein wenig am Mittelmeerstrand, bevor es zurück ging. Einen glänzenden Abschluss des Abends bildete ein Essen im Restaurant Barbra, von wo es einen wunderschönen Blick über Beit Jala gab, wo wir ja auch übernachteten.
Der JBM auf den Treppen am Strand von Tel Aviv










 

6. Tag - 31.03.2018 - Talitha Kumi 

Am sechsten Tag unserer Reise hatten wir leider nicht die Möglichkeit, touristische Ausflüge zu unternehmen, da es am Vortag, dem "Earth Day" zu Ausschreitungen bei Demonstrationen gekommen war, weshalb ganz Palästina streikte. Also blieben wir in Talitha Kumi und spielten über den Tag verteilt mehrere Probeneinheiten. Dabei wiederholten und intensivierten wir Stücke aus dem bereits sehr umfangreichen gewordenen Repertoire und konnten zudem auch Neues erarbeiten. Am Abend kamen dann auch die Schüler von Brass for Peace an, mit denen wir gemeinsam Pizza aßen und einen Filmeabend veranstalteten. Dieser endete auch sehr zeitig, da es am nächsten Morgen bereits um 3.00 in der Früh ''Aufstehen!'' hieß.

 Der JBM bei der Probe für die Landesgartenschau in Burg











 
 


7. Tag - 01.04.2018 - Ostersonntag - Jerusalem und Bethlehem 

Am Ostersonntag spielten wir in zwei Gottesdiensten auf dem Ölberg. Dafür hatten wir zwei gemischte Gruppen aus JBM-Mitgliedern und Schülern von Brass for Peace  gebildet. Um 5:30 Uhr begann der deutsche Ostergottesdienst in der abgedunkelten Himmelfahrtskirche mit wundervoller Akustik mit Taizé-Gesängen, was einige von uns zu Tränen rührte und bei allen eine Gänsehaut hervorrief. Danach ging es dann hinaus in den Garten, wo während des Verlaufs des Gottesdienstes ein wunderschöner Sonnenaufgang zu sehen war. Dabei erklangen zusammen mit den Bläsern von Brass for Peace gespielte, wundervolle Osterchoräle und ausgewählte Instrumentalstücke welche diesen einzigartigen Moment abrundeten. Um 6 Uhr begann der English Service direkt in einem Garten auf dem Ölberg. Dieser apostolisch-katholische Gottesdienst wurde unter freiem Himmel an einem Steinaltar abgehalten. Die Stimmung war sehr meditativ und der Sonnenaufgang während des Musizierens verstärkte diesen Eindruck noch, da dann ein wunderschöner Ausblick über Jerusalem zu bestaunen war. Der Gottesdienst wurde von Menschen vieler Nationalitäten besucht, zum Teil aus den USA und auch aus Schweden, die alle gemeinsam am Abendmahl teilnahmen. Nachdem beide Gottesdienste vorbei waren, bestand die Möglichkeit, den Kirchturm der deutschen Kirche zu besteigen, was wir auch in Anspruch nahmen. Nach 250 Stufen präsentierte sich uns dann ein wunderschöner Ausblick über Jerusalem. Direkt nach der Turmbesteigung wanderten wir noch über den Ölberg und besuchten den Garten Gethsemane. Dann ging es auch schon wieder zurück nach Talitha Kumi, wo wir ein Frühstück bekamen und uns ausruhen konnten. Am Nachmittag fuhren diejenigen, die nicht zu müde waren, noch einmal nach Bethlehem in die Stadt zum gemütlichen Bummeln und Sightseeing. Später am Abend spielten wir noch eine Probeneinheit und aßen gemeinsam zu Abend.
Der Sonnenaufgang auf dem ÖlbergDer JBM mit den Schülern von Brass for Peace beim Ostergottesdienst




 

 


8. Tag - 02.04.2018 - Abreise 

Doch leider hat alles ein Ende und auch die schönste Reise ist irgendwann vorbei. Am achten Tag ging es von Tel Aviv wieder zurück nach Deutschland, wobei wir wieder einen Zwischenstopp in Istanbul hatten. Am Abend, also 21 Uhr kamen wir dann wieder in Tegel an und die unvermeidliche Abreise erfolgte.
Ein letzter Blick auf den Innenhof von Talitha KumiWarten auf die Kontrolle am Flughafen









Zusammenfassend kann man sagen, dass wir eine aufregende, spannende und sehr interessante Zeit in Palästina und Israel hatten. Wir haben viel vom Land gesehen und auch Zeit gehabt uns mit einigen Menschen vor Ort auszutauschen. Viel Zeit haben wir auch zum Musizieren genutzt, ob in gemeinsamen, strukturierten Proben oder in Abend- und Morgenmusiken auf unseren Zimmern. Die Reise hat uns als Gruppe zusammengeschweißt und das Miteinander gestärkt.
Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass ich sehr dankbar bin diese Möglichkeit gehabt zu haben und mich immer gerne an diese Woche zurückerinnern werde.


 


 

Evangelischer Posaunendienst in Deutschland (EPiD)

 

Kurse zum Glauben

 

evangelisch.de

 

Losung & Lehrtext

29.02.2020
Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt. Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren.
Sacharja 8,13 1. Timotheus 1,12-13

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de. Weitere Informationen finden sie hier. Herrnhuter Losungen