Danke in unsicheren Zeiten

Erntedank steht bevor. Einmal mehr. Wir wollen und sollen und dürfen danken.

Vielen mag gerade angesichts der gegenwärtigen politischen Entscheidungen der Dank im Halse stecken bleiben. Die Unsicherheit ist groß. Der Frieden auf unserer Welt ist bedroht. Der Frieden in unserem Land erscheint auch nicht mehr so sicher, wie wir uns das vielleicht wünschen. Veränderungen im Land machen uns unsicher. Die Antworten, die wir zu hören bekommen, sind nicht so einfach, wie wir vielleicht hoffen. Die scheinbar einfachen Antworten und platten Alternativen entpuppen sich beim genauen Hinsehen als fatal und womöglich gefährlich für unser Land.

Das Bedürfnis, Danke zu sagen, ist da vielleicht nicht ganz so ausgeprägt.
Darum bin ich zuerst dankbar dafür, dass es solche Tage gibt, die mich daran erinnern, dass der Dank dazu gehört und dass er berechtigt ist.

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir dazu auch ein. So Vieles ist dabei längst selbstverständlich geworden...

• Ich denke voller Freude an meine Familie, an die Menschen um mich herum, die mir Kraft geben, die für mich da sind.
• Ich denke an die Musik, die ich machen darf, an die Freude, die gerade wir Bläser damit verbinden.
• Ich denke daran, dass ich mich in allem Gott anvertrauen kann.
• Ich denke an saubere Luft, auch im Winter und an saubere Gewässer.
• Ich denke an die Freude, angstfrei öffentlich seine Meinung sagen zu können, selbst wenn sie nicht dem Mainstream entspricht. Das ist auch derzeit längst nicht überall so.
• Ich denke sehr dankbar daran, dass wir bis heute in unserem wiedervereinigten Land vor Terror und Krieg weitestgehend geschützt sind.
• Ich denke sehr dankbar an die kulturelle Vielfalt, die unser Land seit vielen Jahren schon bereichert: die vielen italienischen, indischen, türkischen, griechischen, asiatischen (bitte selbst weiter ergänzen und ggf. Tipp geben, wo es besonders gut schmeckt)... Restaurants, die vielen Austauschmöglichkeiten durch Reisen, durch Forschung, durch Kultur, ich denke an die Breite an Literatur, die wir erleben dürfen...
• Ich denke daran, dass wir wählen gehen können und auf diese Weise die Politik im Lande maßgeblich mit bestimmen können. Auch das ist längst nicht selbstverständlich. Sehr viele Menschen weltweit beneiden uns um das Privileg freier Wahlen.

Ich könnte diese Liste noch eine Weile verlängern und ergänzen. Dazu lade ich ausdrücklich ein!!!

Sicher gibt es auch sehr viel zu bemängeln zu kritisieren. Sicher gibt es viele Fragen, die gestellt werden müssen. Das möchte ich nicht ausblenden und erst recht nicht vergessen. Das sei allen unseren Gebeten anbefohlen.

Mit Blick auf Erntedank lade ich Sie dennoch dazu ein, sich zu erinnern, wofür Sie dankbar sein können. Ist Ihre Liste eine andere als meine? Nicht schlimm. So reich ist unser Leben, so vielfältig die Möglichkeiten zum Dank.

Und Dankbarkeit ist die Lizenz zum Glücklichsein.

 


 

Reformationssommer r2017.org

 

Evangelischer Posaunendienst in Deutschland (EPiD)

 

Kurse zum Glauben

 

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Losung & Lehrtext

17.10.2017
Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Klopfet an, so wird euch aufgetan.
Joel 3,5 Lukas 11,9

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