Sieben Wochen ohne sofort

"Ich muss nur noch schnell…" Kennen Sie den Satz auch? "Ich muss nur noch schnell Mails checken" … "Ich muss nur noch schnell etwas erledigen."... Gedanken zur Fastenzeit von Pfr. Steffen Pospischil

Wir machen so Vieles nur noch schnell, weil es sofort erledigt sein soll.
Im Auto an der Ampel kann es nicht schnell genug gehen; oder beim Einkaufen an der Kasse - wie schnell werden wir ungeduldig, weil es uns nicht schnell genug geht.
Informationen brauchen wir sofort. Antworten auf e-mails oder Kurznachrichten erwarten wir sofort…  Dabei wünschen wir uns nichts mehr als etwas mehr Ruhe im Alltag.

Die diesjährige Fastenaktion lädt uns ein, sich Zeit zu nehmen. Zeit, Dingen auf den Grund zu gehen. An der Kasse im Supermarkt innezuhalten, vielleicht über ein Bibelwort nachzudenken: Die ersten werden die letzten sein… Oder im Stau an der Ampel zu überlegen, ob es wirklich soo eilig ist. Gut Ding will Weile haben, sagt das Sprichwort. Und der Prediger weiß: Jegliches hat seine Zeit. Es muss nicht alles sofort geschehen. Manches kann und muss warten können.

Vielleicht hilft es, die berühmte Tasse Tee zu trinken, statt mitten in der Mahlzeit zum Telefon zu stürzen, nur weil es klingelt. Wir sind Menschen, keine Maschinen.

Wir brauchen Zeit für uns, Zeit für unsere Familien, Zeit für die Menschen in unserer Nähe.

Dazu müssen wir innehalten. Pausen im Alltag einbauen.

Und diese Pausen hat uns Gott mit seiner Schöpfung angeboten. Er ruht am siebten Tag.

Und er lädt uns ein, es ihm gleich zu tun. Mitten im Alltag innehalten. Zwischendrin einfach nicht funktionieren müssen, Mensch sein, Mitmensch sein. Den Mitmenschen entdecken und nicht nur die paar Zeichen, die wir auf dem Display lesen. Die Hektik eintauschen gegen Gemeinschaft und Miteinander. Das tut gut. Das musste sich übrigens auch die fleißige Marta von Jesus sagen lassen: Sie hatte ihre Schwester Maria angemault, weil die nicht in der Küche half, sondern mit Jesus rumsaß und sich unterhielt. Und Jesus sagte: "Maria hat den guten Teil erwählt."

Ich wünsche Ihnen eine gute Fastenzeit. Und geb Ihnen dazu mein Lieblingsgebet mit auf den Weg: Herr, schenke mir Geduld. Aber bitte sofort! Amen

 


 

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Losung & Lehrtext

17.10.2017
Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Klopfet an, so wird euch aufgetan.
Joel 3,5 Lukas 11,9

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